Project Description

Ich bin mit meiner Frau nach Kambodscha gefahren, nur, um das Angkor Wat zu besuchen. Warum nur so eine kurze Reise, wird sich der eine oder andere fragen? Nun als ich die Reise vorbereitet habe, habe ich mich mit verschiedenen Leuten darüber unterhalten, und alle haben mich vor der hohen Kriminalität gewarnt. Insbesondere nachts soll es auf die Kambodschanischen Straßen recht wild zur Sache gehen. Meine Bemühungen eine Motorradversicherung für Kambodscha zu bekommen hat sich als unmöglich gezeigt, denn es ist angeblich nicht gestattet Ausländern eine Versicherung zu verkaufen. Was für ein Unsinn. Auch wurde mir gesagt und das konnte ich auch im Internet nachlesen, dass es nicht erlaubt ist tagsüber das Licht anlassen und die Polizisten würden nur darauf warten, um abzukassieren. Einmal mehr ein unglaublicher Unsinn, auch wenn ich es wollte, kann ich das Licht nicht ausschalten.

Eine positive Überraschung habe ich an der Grenze erlebt. Im Gegensatz zu Thailand benutzen die Kambodschaner Computer und die Formalitäten waren innerhalb einer Stunde erledigt inklusive Visa, das man am Ort und Stelle bekommt und Smalltalk.

Die Prozedur in Thailand hat sagenhafte 4 Stunden gedauert und das einer Temperatur über 40 Grad im Schatten. Unzähligen Kopien wurden von mir verlangt, dabei wurde ich hin und her zu den verschiedensten Büros geschickt. Die Kopien durfte ich natürlich alle einzeln unterschreiben, auch auf der Rechnung über die Gebühren war meine Unterschrift fällig. Warum und wofür, kann mir keiner erklären.

Als ich das erste Mal einen Polizisten auf der Kambodschanischen Straße gesehen habe, habe ich nur gedacht „Oh Scheiße“, aber zu meiner Überraschung wollte der Kerl nichts von uns wissen und hat da weiter mit seinem Kollegen einen Dickerchen abgehalten.

Landschaftlich ist Kambodscha aus meiner Sicht unattraktiv, ich konnte zumindest nichts Schönes und interessantes entdecken. Hängt mit Sicherheit damit zusammen, dass wir in der falschen Gegend unterwegs waren.

Kulinarisch ist Kambodscha im Gegensatz zu Thailand nicht so reichhaltig und hat meinem Geschmacksnerven nicht getroffen.

Nach einem Supermarkt, wie sie in Thailand überall in den größeren Städten zu finden sind, haben wir vergeblich gesucht.

Die Hotels, in denen wir übernachtet haben, waren deutlich teurer als in Thailand und die Qualität war schlechter.

Angkor Wat ist eine größere Stadt, die nur aus dem Tourismus lebt. Und hier habe ich mich massive geärgert. Ohne Eintrittskarte ist es nicht möglich, nicht einmal Ansatzweise, das Tempel Gebiet zu durchqueren. Nach einem Ticket Verkaufsstelle haben wir irre lang gesucht und genau so oft wurden wir in einer falschen Richtung geführt. Als wir endlich außerhalb der Stadt das einzige Verkaufsbüro erreicht haben kam, der Zweite schock 96,- US-Dollar pro Person eintritt, das ist heftig. Aber mir gings auch nicht anders als den anderen Besuchern nach dem Motto, wenn wir schon hier sind, so sollten wir es auch besuchen, schließlich sind wir deswegen gekommen. Ich persönlich fand sehr ärgerlich, dass es nur eine einzige Verkaufsstelle gab und das noch außerhalb der Stadt. Hier dachte ich mir das die Taxifahrer hier in der Stadt reicht sein müssen. Auf Deutsch gesagt, das ist Verarschung.

Angkor Wat selber na ja überlaufen durch unzählige Spukende Rauchenden und Lauten Chinesen. An jeder Ecke steht ein Aufpasser und passt auf, dass du den vorgeschriebenen Weg nicht verlässt. Hinweisschilder und irgend eine Erklärung haben wir vergeblich gesucht.

Trotzdem ist es mir gelungen mein Motorrad in der Nähe von einigen Gebäuden zu bringen, um dort mal ein paar anständiger Fotos zu machen, schließlich will ich ein paar Trophäen nach Haus bringen.